Niederländer schiebt meinen Porsche

Ich musste ja von neuen Liegeplatz zurück und mein Wohnmobil holen. Zu dem Zweck habe ich mein Porsche Fahrrad mitgenommen. Es sind 20 Kilometer, die sind ja in einer Stunde locker zu schaffen. Mein Bootverkäufer wollte am Abend noch Grillen.

Autor Klaus am 2018-05-24
Von Huizen erzählte mir mein Navigationsgeräte den Weg, tolle Erfindung. Nur sollte man auch Fahrrad eingeben, sonst sagt das Ding irgendwann „Fahren Sie auf die A1 für 20 km“.Sicher man muss dann eben einstellen das man ein Rad hat. Nur ohne Lesebrille ist das kaum zu finden.
Danach zeige das Handy an das ich die Straße in Richtung Süden nehmen soll. Wo zu Teufel ist in einer fremden Stadt denn Süden. Also in alle Richtungen 100 Meter fahren bis man raus hat was der meint.

Aber irgendwas am Rad stimmte nicht, die Treppel knackste und krachte und viel dann auch noch ab. Ein paar Meter gingen noch das ich die Treppel einfach reinsteckte aber das hielt nicht lange. Aber was soll es, Holland ist flach, wird schon gehen.

Kaum 100 Meter mit einer Treppel gefahren, flog die Kette runter und riss auch noch. Nun was es aus mit Treten. Ich konnte nur noch Tretroller fahren oder schieben. Ein freundlicher Holländer erkundigte sich noch ob ich gefallen sei. Und erklärte mir wenigstens das ich auf den richtigen Weg bin. Er war sich nur nicht sicher ob die kleine Fähre nach 18 Uhr noch fahren würde. Wenn nicht wäre das ein beträchtlicher Umweg.

Ich schob weiter dann kam er von hinten mit seiner Rad und rief: Spring auf ich schiebe dich. Man glaubt es kaum der Holländer schob mich 6 Kilometer bis zur Fähre. Er war Rentner und hatte auf den Feld sein Pferd gefüttert. Das war 25 Jahre alt und seit 19 sein. Er wäre Postbeamter gewesen und hatte mit dem Rad die Post ausgetragen. Daher war er echt fit und hatte Kraft in den Beinen

Die Fähre erreichten wir vor 18 Uhr, wobei das egal gewesen wäre die arbeitet bis 21 Uhr. Aber ich war echt froh noch einmal ein riesige Stück vorangekommen zu sein.
Den Rest des Weges musst ich dann aber doch schieben.

Da es in Buntschoten ein Fußballspiel gab kamen mir dann 5 Reisebusse entgegen die mich nach dem Weg fragten. Ich spreche ja kein Holländisch und kenne mich selber nicht aus. Lustig war das die sich hintereinander fuhren und dann in alle in einem Feldweg drehen mussten. Dahei standen Sie sich selber im Weg.